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Angst, Wald

 

Ich erkenne meine Ängste an, nutze sie als Wegweiser, um meinen Wert, das Licht in mir zu entdecken. Mit dem Glauben an mich beginne ich mutig zu handeln. (Daniela Christine Huber)


Gerade jetzt sind wir mitten in der Angst. Tief versunken. Lat. Angustus bedeutete Enge. Trete deiner Angst ganz bewusst entgegen. Gib ihr Raum. Gib ihr einen Namen und wandle Enge in Weite.

Was sagt die Angst, wenn ich ihr vorschlage, eine Plattform in den Wald zu bauen?

Was sagt die Angst, wenn der blaue Brief aus dem Amt eintrifft?

Was sagt die Angst, wenn die Gespräche mit den Behörden scheitern?

Was sagt die Angst, wenn die ersten Seminare anstehen?

 

Meine Antwort lautet immer. „Sei mutig, kleine Seele und gehe deinen Weg. Du bist hier um zu wachsen, um weit zu werden und nicht um dich klein und eng zu fühlen.“

Und immer ist da die größte Angst, mein Licht nicht mit der vollen Strahlkraft auf die Welt gebracht zu haben. Und meinen Auftrag nicht erfüllt zu haben. Beim Seminar am Samstag habe ich diese Angst nun zusammen mit den anderen Teilnehmern zeremoniell begraben. Damit etwas Neues erwachsen kann. Etwas leuchtend, Strahlendes und möglicherweise auch Schatten spendendes. Meine Angst treibt mich immer an, voran zu gehen, nicht stillzustehen auf meinem Weg.

 


Und wenn ich mich heute der Stimme meines Herzens öffne, ergibt all das Leid, all die Qualen einen Sinn. Wir sind in einem Zeitalter, in dem wir uns im Auge des Sturms befinden. Ein reinigender Sturm. Dieser Sturm ist gewaltig und wird ausdauernd sein. Eine weitere Krise unserer Erde, verglichen mit den Zeiten Arche Noahs.

„Eine Reinigung, um in das Zeitalter der Liebe einzutauchen. In das Zeitalter des Lichts.“


Nichts funktioniert mehr. Kein System, keine Organisation, keine Beziehung. Es ist Zeit für eine neue Ordnung. Eine Ordnung mit neuen Werten. Eine Ordnung mit ehrlichen Werten, voller Liebe, voller Respekt, vor allem für dich selbst. Diese Krise ist wie jede andere auch deine große Chance.

Du wirst deine Liebe entzünden und in Flammen aufgehen. Du wirst Teil einer neuen Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft von Minimalismus, Kollektivität und radikaler Verbundenheit.

„Du lernst den Flügelschlag eines Schmetterlings auf der anderen Seite des Planeten zu spüren und gleichst ihn mit deinem freundlichen, fröhlichen Wimpernschlag aus.“


Wenn auf der Nordhalbkugel die Blätter fallen, sprießen sie im Süden. Wenn es regnet, scheint auf der anderen Seite die Sonne. Alles wird im Gleichgewicht sein. Die Auflösung der Polarität im Kollektiv.

2020 – Quersumme 4 – die vier Elemente werden vereint. Erwarte die Vereinigung und Verbundenheit zu allem was ist.

Das Jahr des Waldes strahlt

Find your nature

Das Jahr des Waldes startet offiziell in 2020. Voller Stolz starten wir mit euch ein neues Zeitalter. Es geht zurück in die Natur. Es geht um Wertschätzung der äußeren und der inneren Welt. Es geht um Bewusstsein für die größeren und kleineren Organismen dieser Erde. Es geht um Bäume. Es geht um den Wald. Es geht darum, dass wir uns ganz wertschätzend und bewusst in diesem Lebensraum für eine gewisse Zeit integrieren möchten.

 

Ankommen, verweilen, zur Ruhe kommen.

Kraft tanken. Erkennen. Erfahren.

Berühren. Berührt werden.

Eintauchen. Untertauchen. Auftauchen.

Wär ich ein Baum

Wär ich ein Baum,
ich könnte still dort stehn.
Ich würde tief in meine Wurzeln sinken und
von der Hast des Lebens ruhn.

Ich wüsste,
meine Arbeit ist getan,
denn ich war ganz und gar ich selbst.

Ich wüsste mit intuitiver Sicherheit:
ich bin gewachsen, ich habe geblüht und Früchte getragen.
Ich wüsste Bescheid über das große Loslassen vor dem Winter.

Ich wüsste,
dass ich in meinen Knospen alles trage, um mich im neuen Frühling weiter zu entfalten.
Ganz von alleine

Ich wüsste,
es ist gut
und ich könnte die Stille in mich einziehen lassen. Tief, ganz tief.

Es gibt nichts mehr zu tun.

Ich hätte dieses tiefe Vertrauen
und würde mich leise bei meinem Namen nennen.

Ich würde mir zärtlich zuflüstern:
„Heide, alles ist gut. Fürchte dich nicht. Du bist gut genug und
verbunden mit allem. Verbunden mit der natürlichen Welt, den Gestirnen und dem Großen Ganzen.

Ich würde dieser tiefen inneren Sehnsucht folgen
und es um mich herum ganz dunkel werden lassen.

Würde den dunklen Mantel der Geborgenheit um mich hüllen,
ganz für mich allein
und mich an meinem innersten Licht erfreuen.

Ich würde es Weihnachten werden lassen.

(Heide Steiner)

Unser Jahr des Waldes für euch

Marwoods – find your nature – Das Jahr des Waldes.
Yoga, Atmen, Meditation, Bewusstseinsarbeit und Achtsamkeit.
Persönlichkeitsbildung, -entwicklung, -entfaltung.

Freue dich, sei teil und teile schon jetzt mit uns deine Vorfreude,
Nessy und Markus

Moosbewuchs in nebligem Wald

Hermann Hesse und seine Worte über den Baum

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.

Ein Baum spricht: In mir ist ein Kern, ein Funke, ein Gedanke verborgen, ich bin Leben vom ewigen Leben. Einmalig ist der Versuch und Wurf, den die ewige Mutter mit mir gewagt hat. Einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut; einmalig das kleinste Blätterspiel meines Wipfels und die kleinste Narbe meiner Rinde. Mein Amt ist, im ausgeprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen.

Ein Baum spricht: Meine Kraft ist das Vertrauen. Ich weiß nichts von den tausend Kindern, die in jedem Jahr aus mir entstehen. Ich lebe das Geheimnis meines Samens zu Ende, nichts anderes ist meine Sorge. Ich vertraue, dass Gott in mir ist. Ich vertraue, dass meine Aufgabe heilig ist. Aus diesem Vertrauen lebe ich.

Wenn wir traurig sind und das Leben nicht mehr gut ertragen können, dann kann ein Baum sprechen: Sei still! Sieh mich an! Leben ist nicht leicht, leben ist nicht schwer! Das sind Kindergedanken.

Bäume haben lange Gedanken, langatmige und ruhige, wie sie ein längeres Leben haben als wir.

(Hermann Hesse)